Visuell-räumliches Denken
Die visuell-räumliche Fähigkeit ist die Fähigkeit, Objekte in drei Dimensionen (3D) mental darzustellen und zu manipulieren, eine Fähigkeit, die wir in jeder unserer täglichen Aktivitäten nutzen.
Wir nutzen unser visuell-räumliches Denken, um zum Beispiel die tatsächliche Entfernung zwischen zwei Objekten zu messen und zu kontrollieren, ebenso wie den Bereich, der diese beiden Objekte voneinander trennt.
Die visuell-räumlichen Fähigkeiten dienen uns auch zur Orientierung und zum Erstellen von Bezugspunkten, die es uns ermöglichen, uns mental zu jedem Ziel zu drehen, das wir anvisieren müssen, sowie um Routen oder Wege für eine Fortbewegung vorzubereiten. Dank dieses Denkens können wir zukünftige Aktivitäten und Bewegungen planen.
Die visuell-räumliche Aktivität besteht aus drei großen Komponenten:
1- Bilaterale Integration:
Die bilaterale Integration besteht in der geordneten Koordination der beiden Körperhälften. Dies umfasst Hände, Augen, Arme, Beine, Füße und das Gehirn.
2- Lateralität:
Das Gehirn beginnt zu erkennen, dass vielleicht eine Hand oder ein Fuß auf einer Seite bei bestimmten Fähigkeiten besser ist als die Hand oder der Fuß auf der gegenüberliegenden Seite. So bestimmt das Gehirn die Priorität und die verstärkte Nutzung derjenigen Organe und Systeme, die es für geschickter bei der Entwicklung jeder täglichen Aktivität hält.
Es kann auch Fälle von gemischter Lateralität geben, bei denen bestimmte Organe zum Beispiel eine Aktivität besser ausführen können und ihre komplementären Organe sicherer für die Bewältigung einer anderen Herausforderung sein können.
Und schließlich,
3- Richtungsorientierung:
Die Richtungsorientierung ist die Fähigkeit, Richtungen nach links oder rechts im Außenraum zu interpretieren, das heißt, rechts und links auch außerhalb der eigenen Person erkennen zu können.
Das gute Funktionieren dieses Systems steht im Zusammenhang mit dem Gleichgewicht, den koordinierten Körperbewegungen, der Fähigkeit, sich in der Umgebung zu bewegen, ohne mit Gegenständen zusammenzustoßen, räumlichen Anweisungen zu folgen sowie die Ausrichtung von alphanumerischen Symbolen zu verstehen.
Übung 9 – Uhren
Welche Uhren zeigen die richtige Zeit an?

a: Erste Uhren
b: Zweite Uhren
c: Keine
d: Beide
Die ersten Uhren: Es sind 36 Minuten nach 12 Uhr vergangen; daher wird der Stundenzeiger zwischen 12 Uhr und 1 Uhr stehen und der Minutenzeiger wird einen Strich nach der 7 sein (35 Minuten).
Übung 10 – Maßstäbe
An welchem Punkt der Strecke befindet sich der Athlet?

a: Km 194,25
b: Km 186
c: Km 183,25
Der Athlet hat 75 km von insgesamt 100 km zurückgelegt (3/4 von 100). Antwort „b“: Km 186.
Räumliches Denken mit zwei oder mehr Elementen